Die Geschichte der Insel Zypern
Venezianische Zeit 1489 - 1571
1453 fiel Konstantinopel an die Türken, somit verloren die Venezianer in den osmanisch beherrschten Städten
ihre Stellung als priviligierte Handelsnation, die Supermacht Venedig begann zu sinken, deshalb wurde Zypern
immer wichtiger als strategischer Stützpunkt auf den Seerouten der Levante.
Auch Kreta und andere Inseln in der Umgebung des griechischen Festlandes waren in venezianischer Hand.
1473 starb Jacques I unter mysteriösen Umständen, allerdings wird vermutet, dass Venedig die Finger im
Spiel hatte, den es war die bevorzugte Methode der Venezianer ihre Gegner mit Gift zu beseitigen. Sein
Sohn wurde zum König ernannt, im Babyalter, er verstarb schon mit 1 Jahr. Da nun Caterina die Herrscherin
wurde, ernannte Venedig sie zur "Tochter der Republik Venedig", was der Stadt im Falle, dass Caterina
kinderlos sterben würde, Zypern als Erbe sichern würde.
Spanien begann zu dieser Zeit reges Interesse an der Insel zu zeigen, da sie auch von vielen Kataloniern
besiedelt wurde. 1473 töteten sie Caterinas Onkel und engsten Berater, kurz bevor sie Caterina stürze
konnten, kam eine venezianische Flotte und wehrte die Spanier ab.
Die Signoria in Venedig begann zu erkennen, dass eine direkte Herrschaftsausübung nötig wurde und so
wurde Catarina von ihrem Bruder Giorgo zur Abdankung zugunsten der Serenissima überredet.
1489 trat sie ihr Königreich an den Dogen von Venedig ab. Für die Zyprioten folgte nun eine Zeit,
die härter war als das Feudalsystem der Lusignans. Die Steuern wurden ins unerträgliche getrieben
und jeder Einwohner musste zwei Tage in der Woche ohne Bezahlung für den Staat arbeiten. Es setzte eine
Auswanderungswelle in den Südosten der Türkei ein. Die Signoria beutete die Insel vollständig aus,
ohne eine Gegenleistung zu bringen. Ihr Hauptaugenmerk lag auf Salz, Wein und Zucker.
Trotz der immer näher rückenden Bedrohung durch die Türken war Venedig nicht bereit Geld für die
stationären Truppen auszugeben und machte die Insel somit zu einem leicht angreifbaren Ziel.